Der stationäre Handel im Sportbereich hält sich: 64 Prozent der Schweizer Sport- und Outdoor-Käufe finden nach wie vor im Laden statt. Und doch spürt die Branche den Druck. Der Handelsverband Schweiz hält in seinen Hypothesen für 2026 fest: Stationärer Handel wird nur dann relevanter, wenn physische Touchpoints echte Aufmerksamkeit erzeugen und direkt auf das Online-Verhalten einzahlen.
Die Frage ist nicht mehr: Wie retten wir den Laden? Sondern: Was kann ein Laden, was online nicht geht?
Ein Produkt lässt sich fotografieren, beschreiben, bewerten und in 24 Stunden liefern. Was sich nicht liefern lässt, ist das Gefühl, ein Wanderschuh auf einem Holzsteg über den Baumwipfeln zu testen. Oder in einem Netz zu hängen und den Himmel anzuschauen – mitten im Bahnhof.
Genau das ist der Kern des neuen Transa-Stores im Bahnhof Basel SBB. Auf 2’300 Quadratmetern und vier Stockwerken entstand kein Verkaufsraum, sondern ein Erlebnisraum. Das Herzstück: der Transa Trail, der erste Indoor-Baumwipfelpfad der Schweiz.
„Unser Ziel war es, die Outdoor-DNA von Transa räumlich spürbar zu machen – nicht durch Dekoration, sondern durch echtes Erleben„, sagt Roger Stämpfli, Partner und Creative Executive Director (Aroma AG). „Wer diesen Trail betritt, versteht sofort, wofür Transa steht, noch bevor er ein einziges Produkt in der Hand hat.“
Der Trail ist kein Gestaltungselement. Er ist eine Entscheidung über die Wirkung des gesamten Raums.
Über Plattformen, Hängebrücken und Teststationen – für Schuhe, Feldstecher, Ausrüstung – führt er Besuchende durch die Stockwerke. Ruhezonen wie das Chill-Netz laden zum Verweilen ein. Holz als zentrales Material schafft Wärme und Naturverbundenheit mitten im urbanen Kontext des Bahnhofs. Von der Passerelle aus sichtbar, weckt der Trail Neugier – noch bevor jemand den Laden betreten hat.
„Die architektonische Höhe des Bahnhofs war kein Constraint – sie war die Chance“, erklärt Yves Thommen, Leiter Hub Architecture (Aroma AG). „Wir haben den Raum dreidimensional umgedeutet: Die Höhe wird zur Wegführung, die Hängeelemente zur Verbindung zwischen den Ebenen. Jede Etage hat ihre eigene Qualität, und der Trail macht daraus ein zusammenhängendes Erlebnis.“
Für Transa war das kein Gestaltungsauftrag, sondern eine strategische Entscheidung.
“Outdoor-Kunden kaufen keine Produkte – sie kaufen Erlebnisse. Eine Filiale muss das widerspiegeln. Wer nur Ware präsentiert, verliert gegen den Onlinehandel. Wer Leidenschaft zeigt, gewinnt Loyalität. Der Standort im SBB Bahnhof Basel war für uns eine Chance,” sagt Philippe Mesmer, Leiter Verkauf, Transa.
Den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen: Retails als Erlebnisraum
Und zum Projekt geht es hier: Urban Outdoor
Was ist Aroma Architecture? Aroma Architecture ist ein Hub der Aroma AG und entwirft und plant permanente Bauten, narrative Räume sowie Spatial Design Projekte – von Retail über Gastronomie bis zu Workspaces.
Was bedeutet Retail als Erlebnisraum? Ein Ort, der die Identität einer Marke durch Materialien, Atmosphäre und Inszenierung spürbar macht und den kein Onlineshop ersetzen kann.
Was ist der Transa Trail im Bahnhof Basel? Der erste Indoor-Baumwipfelpfad der Schweiz – konzipiert von Aroma Architecture, ein mehrstöckiger Holzpfad mit Teststationen, Hängebrücken und Ruhezonen, der die Outdoor-DNA von Transa physisch erlebbar macht.
Wie kann stationärer Handel gegen den Onlinehandel bestehen? Durch Erlebnisse, die online nicht existieren – Räume, die Emotionen auslösen und Markenidentität spürbar machen. Genau das ist der Ansatz von Aroma Architecture.
Wir verwenden Cookies auf dieser Website, um Ihre Benutzererfahrung zu verbessern. Durch Klicken auf einen Link auf dieser Seite geben Sie Ihr Einverständnis, Cookies zu setzen.