TSCHÜSS MAHAGONI-PULT

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Zeit für Veränderung? (Bild: Unsplash)

Und hallo, du schöne neue Arbeitswelt

... geprägt von Globalisierung und Digitalisierung! Die veränderte Art unseres Berufsalltags führte auch zur Erkenntnis, dass die Arbeitsräume eines Unternehmens Wohlbefinden und Stimmung der Mitarbeiter, deren Gesundheit, als auch deren allgemeine Jobzufriedenheit enorm beeinflussen können.

New Work – New Room

Kreative Bürokonzepte sind auf dem Vormarsch. Unternehmen nutzen die räumliche Umgestaltung symbolhaft für die Neuausrichtung ihrer Werte.Die Veränderung soll sichtbar werden – als Anzeichen, dass ein Umdenken stattfindet. Die heutige Arbeitsweise wird immer flexibler und dynamischer und so werden es auch die Räume: Perfektionismus ist nicht gefragt,sondern authentische Arbeitsplätze, die Reibung bieten und wo man herausgefordert wird. Hervorragende Arbeitsbedingungen haben sich zudem als wichtiges Recruiting- und Engagement-Instrument etabliert. 

Die Kirche als Büro

Immer mehr selbstständig Erwerbende, flexible Arbeitszeiten und die Vernetzung über weite Distanzen führten zum Boom der Coworking-Spaces. Hiersoll der Arbeitende das Gefühl haben, Teil einer Communityzu sein. Dafür sorgt ein ungewöhnliches Ambiente, welches Euphorie und Enthusiasmus ausstrahlt. Ergänzt wird das Ganze durch ordentlich WLAN, sowie Services im Event und Food-Bereich. Der Markt in den Grossstädten ist allmählich gesättigt, nun gilt es sich als Anbieter zu differenzieren: Neueste Beispiele sind etwa die Noerd Stube in Oerlikon, in dem man in seinen eigenen Pantoffeln zur Arbeit kommen kann. Guter Kaffee und hausgemachte Kuchen runden das Angebot ab. Eben wie Zuhause! 

Nun sollen auch vermehrt in ländlichen Gebieten Coworking-Spaces angeboten werden, um die Pendlerfrequenz zu verkleinern. Auch unorthodoxe Arbeitsorte haben Potential, wie Kirchen, Buchhandlungen und Blumenbotiquen – Synergien können so optimal genutzt werden. Das deutsche Designbüro Studio Aisslinger entwarf gar ein„Cowork Bath“, also ein Badezimmer mit Arbeitsbereich. In Zukunft wird eben dort gearbeitet, wo einem die besten Ideen kommen.

 

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Arbeiten könnte man auch hier. Theoretisch. (Bild: Unsplash)

Kantine war gestern

Einen nicht zu unterschätzenden Wert gilt dem gemeinsamen Mittagessen. Aus unternehmerischer Sicht soll dies natürlich nicht in den stetig wachsenden umliegenden Convenience-Shops passieren, sondern in den eigenen Räumlichkeiten.

So werden Kantinen immer mehr zum Wohlfühlort. Trockene Schnitzel sind passé, die Qualität des Essens hochstehend, gesund und Energie spendend. So wie wir Essen, so auch der Einfluss auf unser Denken und Handeln. So gut, dass auch externe Personen sich hier immer wieder gerne zum Lunch verabreden. Einer der Vorreiter diesbezüglich war Olafur Eliasson. Der Künstler gestaltet für seine 100 Mitarbeiter in Berlin eine Kantine der besonderen Art. Viermal pro Woche kocht ein fünfköpfiges Team Gerichte, die so gesund und köstlich sind, dass man weit über Berlin hinaus von ihnen spricht. Das Team kocht so umweltfreundlich wie möglich. Der Energieverbrauch wird gesenkt, indem möglichst frische Ware verarbeitet wird, die nicht gekühlt werden muss. Lieferanten, die mit dem Fahrrad kommen, werden bevorzugt, Essensreste so weit wie möglich verwertet. Was übrig bleibt, holt ReFood ab, ein Unternehmen, das Speisereste zu Energie verarbeitet.

 

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Superfood – super Ideen. Mittagssituation bei Olafur Elisasson (Bild: guardian.com)

Chill mal

Grossraum oder Einzelzelle – die Frage stellt sich kaum noch. Heutige Interiorkonzepte setzen auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Die Raumgestaltung ist darauf ausgerichtet, immer mehr Funktionen gleichzeitig erfüllen zu können: Unterschiedliche Zonen, flexible und bewegliche Möblierung, raumteilende Elemente auch als alternativ nutzbare Gesprächs- und Arbeitsplätze.

Das richtige Flow Management schafft Platz für zufällige Begegnungen, denn gerade diese spontanen Gespräche sind oft Ursprung grosser Ideen. Immer wichtiger werden neben all den Open Spaces, Workshops und Teamarbeit auch Rückzugsräume sowie Regenerationsbereiche. Pause machen ist «In», deren Wichtigkeit erwiesen. Geistig Arbeitende brauchenDenkpausen. Hier können die Batterien wieder aufgetankt werden und oft entstehen auch gerade in diesen Momenten die besten Erkenntnisse und kreativsten Lösungen.

 

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Erstmal ein Käff’chen. Entspannungs- und Ruhezonen bei der Arbeit sind nicht zu unterschätzen. (Bild: Unsplash)

Isabel Jakob jagt gerne Trends nach und weiss, wie der Hase läuft. 
In Sneakers der Farbe Off White.